Die Gründer des SSV waren Turner

Gegründet wurde der Verein 1932 als Turnverein „Gut Heil“, dessen Mitglieder - überwiegend im Freien -  Turnen und Leichtathletik betrieben. Auf dem Gewand Einöde, das auf einem Hügel zwischen Willmandingen und Undingen liegt, legte der Verein seinen ersten einfachen Sportplatz an. Während des Krieges kam das sportliche Leben völlig zum Erliegen. Nach dem Krieg fiel auch der Turnverein „Gut Heil“ unter das allgemeine Verbot für Sportvereine der französischen Militärregierung. Erst am 16. Mai 1949, sieben Tage vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland, erteilte die Militärregierung dem wiedergegründeten Verein die Lizenz. Sein neuer Name: Spiel- und Sportverein Willmandingen. Rasch kam das sportliche Leben wieder in Gang.

Weil der Sportplatz Einöde nicht mehr den Anforderungen entsprach, bat der Verein die damals noch selbständige Gemeinde Willmandingen um ein neues Gelände und erhielt die Hochfläche auf der Bronnhalde zugewiesen. Zunächst entstand nur ein Sportplatz. Einen großen Sprung nach vorn machte der SSV in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. 1971 wurde das Sportheim feierlich in Betrieb genommen, im gleichen Jahr gründete Karl Richter die Abteilung Ski. 1978 entstand die Tennisabteilung. Schon ein Jahr später waren die ersten beiden Tennisplätze bespielbar, denen rasch zwei weitere folgten. Ein Fußball-Hartplatz für das Training im Winter  wurde gebaut. 1980 erwarb die Skiabteilung einen eigenen Skilift. Die Bolberghalle, die 1981 übergeben wurde, war die Voraussetzung dafür, dass sich das Turnen und die Gymnastik fast explosiv entwickeln konnten. Auch für das Tischtennis waren endlich beste Bedingungen vorhanden.

Um das sportliche Angebot des SSV abzusichern, wurde 1995 der Förderverein SSV Willmandingen aus der Taufe gehoben, durch dessen finanziellen Beitrag der Hauptverein stark entlastet wird. 1997 gründete die SSV-Fußballabteilung zusammen mit den Partnern vom SV Erpfingen einen eigenständigen Fußballverein, den FC Erpfingen/Willmandingen. Ein wichtiger Schritt, denn mit dem FC sind die beiden Stammvereine in der Lage, weiterhin eine konkurrenzfähige Aktivenmannschaft sowie Jugendteams in allen Altersklassen aufzubieten. Im Juli 2011 gründete der FC Erpfingen/Willmandingen zusammen mit dem TSV Genkingen eine Spielgemeinschaft für den Damen- und Mädchenbereich.

Großen Wert legt der SSV Willmandingen auf die Nachwuchsarbeit. Rund 100 Übungsleiter lehren den Kindern und Jugendlichen Fußball, Tennis, Ski- und Snowboardfahren, Gymnastik, Turnen, Tischtennis und Volleyball.